Teichräuber – effektive Schutzmaßnahmen

Er ist der Schrecken eines jeden Teichbesitzers – der Reiher. Oft geht es ganz schnell, innerhalb eines Augenblicks hat er sich dem Teich im Garten genähert und versucht bereits, die Bewohner des Teichs zu fangen. Vielleicht sehen Sie ihn auch erst einmal nur von weitem, aber auch das sorgt schon für ein unangenehmes Gefühl. Wenn Sie Ihren Teich bis jetzt noch nicht gegen Teichräuber geschützt haben, sollten Sie jetzt damit beginnen.

Der hartnäckigste Teichräuber – der Reiher

Der Graureiher ist nicht nur der wahrscheinlich hartnäckigste Teichräuber, sondern auch derjenige, der den meisten Besitzern eines Gartenteiches die größte Angst einflößt. Die langen dürren Beine, der flexible Hals und auch der lange Schnabel sind nicht gerade dazu geeignet, um Vertrauen einzuflößen. Mit dieser Ausstattung kann er blitzschnell Fische aus dem Teich holen. Im Frühjahr versorgt der Graureiher die Jungtiere, daher ist besonders zu dieser Zeit der Teichschutz extrem wichtig. Noch dazu steht der Graureiher unter Schutz. Zur Zeit erholt sich diese Gattung und die Populationszahlen steigen wieder. Das ist schön für die Artenvielfalt, aber nicht für Teichbesitzer. Findet der Reiher einen Teich, an dem er einmal ungestört fischen konnte, wird er immer wiederkehren. Er wird erst mit dem Fischen aufhören, wenn der komplette Gartenteich leergefischt ist.

Abwehrmethoden gegen Reiher

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den Reiher vom Teich fernzuhalten. Sehr wirksam sind Reiherschrecks. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine Kombination aus einem Bewegungsmelder und einer Wasserpistole. Sobald durch das Gerät eine Bewegung am Teich festgestellt wird, öffnet sich ein Ventil, und eine Wassersalve wird über eine größere Fläche abgegeben. Das zischende Geräusch und die unfreiwilligen Duschen sorgen dafür, dass ungebetene Gäste abgeschreckt werden. Es muss aber nicht immer Wasser sein, es gibt auch Geräte, die statt Wasser ein lautes Geräusch abgeben. Dadurch werden Teichräuber verschreckt und vertrieben, ohne dass sie sich dabei verletzen. Wird der Reiher bei jedem Versuch gestört, sucht er sich bald einen anderen Teich aus, den er heimsuchen kann. Sehr gut wirkt auch eine spiegelnde Pyramide, die auf dem Wasser treibt. Durch den Wind dreht sich diese Pyramide auf dem Wasser, dadurch wird das Sonnenlicht reflektiert. Reiher werden durch diese Reflexionen abgeschreckt. Der große Vorteil dieser Methode ist, dass Sie eine solche Pyramide auch gut selbst bauen können.

Schutz durch das richtige Teichdesign

Schon bei der Planung des Teichs kann dafür gesorgt werden, dass er für Reiher nicht interessant ist. Wenn es keinen guten Landeplatz gibt, wird er sich gar nicht erst niederlassen wollen und können. Für gewöhnlich landen Reiher neben dem Gartenteich, oder direkt am Teich. Möglich ist auch eine Landung im seichten Flachwasser. Ein Zaun ist hier nicht sehr hilfreich. Wird aber das Teichufer möglichst dicht mit Blumentöpfen, runden Steinen, Gartenskulpturen und ähnlichen Sachen ausgestattet sorgen Sie dafür, dass dem Reiher die Landung erschwert wird. Er kann darauf einfach nicht gut sitzen. Auch eine gute Bepflanzung des Ufers hat denselben Effekt. Größere Flachwasserzonen schützen Sie am besten durch das Spannen eines speziellen Netzes. Ein Laubschutznetz ist dafür nicht gut geeignet, dieses sollte wirklich nur für Laub benutzt werden. Die Optik ist zwar nicht sehr schön, dafür bieten diese Netze einen sehr wirkungsvollen Schutz gegen Reiher. Für den Fall, dass sich kleinere Vögel im Teichnetz verfangen, muss das Teichschutznetz wieder entfernt werden.

Auch das Aufstellen einer Reiher-Attrappe kann bei einigen Teichen eine gute Wirkung bringen. Für gewöhnlich vermeiden es Graureiher, in den Gewässern zu fischen, die bereits ein anderer Reiher für sich beansprucht. Allerdings ist es möglich, dass der Reiher den Teich über mehrere Tage und Wochen auskundschaftet. Stellt er dann fest, dass sich die Attrappe niemals bewegt und sich die Position nicht verändert hat, wird er schnell feststellen, dass man ihn hereinlegen möchte. Stellen Sie die Attrappe regelmäßig um, dann können Sie den Reiher überlisten.

Weitere Teichräuber

Fischreiher sind zwar die hartnäckigsten Teichräuber, aber leider nicht die einzigen. Auch Kormorane, Störche und Eisvögel bedienen sich sehr gerne an den Bewohnern Ihres Teichs. Machen Sie es diesen Teichräubern besonders leicht, können auch Kraniche und Eichelhäher zu den ständigen Gästen zählen. Ein weiterer Teichräuber ist besonders verbreitet: Katzen. Egal ob es die Nachbarskatze ist, die freilaufende Katze oder sogar die eigene, die meisten Katzen haben keinen Respekt vor Fischen im Teich. Auch hier kann ein Netz als Schutz sinnvoll sein, ebenso wie Maßnahmen, die mit spritzendem Wasser arbeiten. Auf solche Maßnahmen können Sie verzichten, wenn Sie die Umgebung des Teiches so gestalten, dass sie für Katzen nicht attraktiv zum Jagen ist. Eine recht große und möglichst seichte Feuchtzone rund um den Gartenteich passend zur Größe kann dafür sorgen, dass Katzen dem Gartenteich fernbleiben. Die meisten verzichten lieber auf den leckeren Fisch, bevor sie nasse Pfoten riskieren. Zudem ziehen sich Fische zurück aus der Flachwasserzone, wenn sie eine Gefahr spüren. Dies ist zwar ein recht guter Schutz gegen Katzen, allerdings bietet die Methode keinen guten Schutz gegen räuberische Vögel. Eine bessere Variante ist, das Ufer des Teichs mit einer Böschungsform zu gestalten, die den Katzen das Fischen so gut wie unmöglich macht. Auch ein Teichzaun mit einer kleinen Maschenweite ist gut geeignet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.